Über Cloudmining

Was ist Cloudmining?

Beim Cloudmining werden die Software- und benötigten Hardware-Komponenten (Miner) von einem externen Unternehmen gegen ein Entgelt in einer „Cloud“ angemietet und die geschürften Bitcoins oder Altcoins (Monero, Zcash, Ether etc.) werden direkt eurer Wallet gutgeschrieben.

 

Worauf sollte ich beim Cloudmining achten?

Die Antworten sind fast schon zu einfach, doch essentiell für den Erfolg eures Investments:

  1. Seriösen Anbieter wählen
  2. Auswahl der Kryptowährung

In erster Linie ist natürlich auf die Seriosität des Cloudmining-Anbieters zu achten. In den Weiten des Internets tummeln sich nur so die Bitcoin-Piranhas. Insbesondere mit der Anonymität des Kryptogeldes bewaffnet, haben die Abzocker ein leichtes Spiel. Da die Liste der schwarzen Schafe schier endlos ist und ständig Erweiterung erfährt, verzichten wir hier auf eine Aufzählung, sondern verweisen auf die Badlist.

Viele unseriöse Cloudmining-Anbieter haben sich im Nachhinein als Schneeballsystem geoutet und sind wieder von der Bildfläche verschwunden. Somit ist es vor allem wichtig, dass der Anbieter seine Geräte nachweisen kann. Einen Anbieter, der seine Farmen nicht nachgewiesen hat, sollte man daher skeptisch betrachten.

Ein weiterer Indikator für die Verlässlichkeit und Seriosität eines Anbieters sind oft die geleisteten Versprechen. Betrüger versprechen oft horrende Beträge, die Opfer in die Falle locken.

Ab wann lohnt sich ein Mining Vertrag?

Ob sich ein Mining Vertrag lohnt, lässt sich über bestimmte Kennzahlen errechnen. Klar sollte dir sein, dass sich die Kennzahlen jederzeit (insbesondere bei langen Verträgen) ändern können.

Einfach ermittelt sich der Gewinn durch folgende Formel:

Gewinn = (Geschürfte Coin Menge x Coin Preis) – Fixkosten für den Miningvertrag – laufende Kosten

Auch wenn die Formel zunächst einfach aussieht, verbergen sich auf lange Sicht allerdings eine Reihe von Unsicherheiten:

Coin Kurs

Die Mining Auszahlungen finden in der Regel regelmäßig statt. Um also den geplanten Profit zu erwirtschaften, muss der Coin Kurs zumindest zum Ende der Laufzeit den erwarteten Kurs erreichen. Dann könnte man all die angesammelten Coins verkaufen und den kalkulierten Erlös erzielen.

Laufzeit

Je länger die Laufzeit, desto höher das Risiko. Wer z.B. einen dreijährigen Vertrag abschließt, weiß erstens so gut wie gar nicht, auf welchem Niveau sich der Coin Kurs zum Ende der Laufzeit bewegt und ebenfalls nicht, wie sich die Hashpower im Netzwerk entwickelt. Damit sind wir auch bei einem Faktor, der gegen die Zeit spielt, die sogenannte Mining Difficulty „Schwierigkeit“.

Difficulty (Schwierigkeit)

Die Difficulty (Schwierigkeit der Mining-Berechnungen) wird durch die Rechenkapazität bestimmt, die von allen Minern zusammen in dem entsprechenden Coin-Netzwerk (z.B. Bitcoin) eingespeist wird. Auf lange Sicht ist stets mit einem Anstieg der Difficulty zu rechnen, weil die Technik sich stets weiterentwickelt und so größere Rechenleistungen möglich macht. Wer einen Cloudmining Vertrag abschließt, erwirbt hingegen in der Regel meist das Recht, eine bestimmte Rechenpower zu beanspruchen. Diese ist aber sehr inflationär geprägt und bringt mit der Zeit normalerweise einen geringer werdenden Gewinn. So lässt sich wieder der Zusammenhang zum Risiko der Laufzeit aufzeigen.

Blockreward

Wenn du selbst aktiv mitschürfen möchtest, interessiert dich vor allem der Blockreward, also die Anzahl an Coins, die pro gefundenem Block ausgeschüttet werden. Die Ausschüttung wird dabei z.B. beim Bitcoin in unregelmäßigen Abständen (abhängig von der Mining-Leistung) halbiert. Wann das Blockhalving stattfindet, kann nie vorausgesagt, sondern immer nur geschätzt werden.

Kosten

Die meisten Cloudmining Anbieter verlangen neben der einmaligen Zahlung für die Vertragslaufzeit auch laufende Gebühren wie bspw. Stromkosten, um die Betriebskosten zu decken. Bei langfristen Verträgen, insbesondere bei unendlichen Verträgen übersteigen die Kosten ab einem bestimmten Zeitpunkt den Ertrag, so dass nicht mehr mit einer Auszahlung zu rechnen ist.  Einige Anbieter haben ihre Dienste in Krisenzeiten, in denen der Kurs kurz vorher extrem gefallen war, sogar heruntergefahren, weil die laufenden Kosten nicht durch den erwirtschafteten Gewinn hätten gedeckt werden können. Andere Anbieter wie z.B. Genesis Mining ziehen ihre Kosten in Dollar vom Coin-Ertrag ab. Das ist sicher fair, denn die laufenden Kosten hat der Anbieter ja auch in Dollar (bzw. Fiatgeld) zu zahlen, diese Vorgehensweise wirkt aber als zusätzlicher Hebel auf den Coin-Ertrages. Das führt bei steigenden Kurs dazu, dass der Mining-Ertrag zusätzlich steigt. Umgekehrt sinkt der Coin-Ertrag dann natürlich auch bei sinkenden Kursen.

Anders als die Stromkosten, die nun mal beim Mining anfallen, sollte man sich vor Auszahlungsgebühren in Acht nehmen: Da Bitcoin oder Altcoin-Transaktionen keine nennenswerten Gebühren tragen, sind Auszahlungsgebühren nur selten rechtzufertigen und oft eine versteckte Kostenfalle.

Wirtschaftlichkeit in der Praxis

Die oben beschriebenen Theorien sind sehr umfangreich. Wie du sicher gemerkt hast, lassen sich auch nicht alle Faktoren quantifizieren, um wirklich ermitteln zu können, ob sich ein bestimmter Cloudmining Vertrag lohnt. Einige der Kennzahlen kann man dennoch so verdichten, dass sich der erwartete Gewinn in etwa abschätzen lässt.

Wir empfehlen folgendes Tool zur Berechnung:

Bitcoin Profitability Calculator – BTC

Das Tool berechnet, wie viel Geld sich mit einer bestimmten Rechenleistung verdienen lässt. Entscheidend ist dabei, dass das Tool dabei nicht nur den heutigen Kurs und die heutige Difficulty mit in die Berechnung einbezieht, sondern man diese Werte frei wählen kann. Normalerweise gibt man hier bspw. den Anschaffungspreis des Mining Geräts an, bei Cloudmining Verträgen bietet es sich an, hierfür die Vertragskosten einzukalkulieren.

Der Wert “Hardware Break Even” gibt an, nach welchem Zeitraum man unter Annahme der eingegebenen Werte seine Investition wieder durch Gewinne amortisiert hätte. Der Wert sollte logischerweise über der Laufzeit des Mining Vertrags liegen.

Wir von cloudming-discount.com haben eine Reihe von seriösen Anbieter für euch getestet und unsere Top 10 aufgestellt, dass soll euch die Auswahl erleichtern.

Auswahl der Kryptowährung

Bitcoin, Ether oder Litecoin?

 

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